Sebastian Mohr: Gaza und die kommende Flottille: Provokation statt Hilfe

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Nein, der Gaza-Streifen ist zur Zeit wahrlich kein Platz, an dem man Urlaub machen geschweige denn wohnen möchte. Hohe Arbeitslosigkeit, ein lausiges Freizeitangebot und der tägliche Tugendterror fanatischer Islamisten machen einem das dortige Leben nicht gerade angenehm. Dennoch, ein humanitäres Krisengebiet, wie es die Initiatoren der kommenden Gaza Flottille nicht müde werden zu erklären, sieht bei weitem anders aus. Von unserem Gastautor Sebastian Mohr.

Noch im April 2011 wurde die stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Roten Kreuzes in Gaza, Mathilde De Riedmatten, in der internationalen Presse mit dem Satz zitiert: “Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza”. Das unterstreichen aktuelle Daten aus dem diesjährigen CIA Fact Book, denen zufolge die Kindersterblichkeit im Gaza-Streifen seit Jahren zu den geringsten in der arabischen Welt gehört. Auch liegt die dortige Lebenserwartung bei ca. 73 Jahren und ist somit weit höher als beispielsweise in der Türkei, Südafrika oder dem EU-Mitgliedstaat Lettland. Das zur Zeit im Gaza-Streifen das größte Einkaufszentrum der Palästinensischen Gebiete erbaut wird, sei hier nur am Rande erwähnt.

Und trotzdem will sich in den kommenden Tagen erneut eine sogenannten “Hilfsflotte für Gaza”, bestehend aus mehreren Motoryachten und etwa 300 Teilnehmern aus aller Welt auf den Weg nach Gaza machen. Zwar transportieren die Schiffe laut den Organisatoren, die sich größtenteils aus linksextremistischen sowie islamistischen Gruppen rekrutieren, einige Hilfsgüter, doch reichen diese wohl kaum an die 31.000 Tonnen an Gütern heran, die wöchentlich via Israel in den Gaza-Streifen geliefert werden.

Initiatorin der Gaza-Flottille: “Unsere Mission ist nicht humanitär”zum Artikel

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